Elli 2016/4 - Retriever

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Elli 2016/4

Meine Hunde

Niederwildjagden ...

Eigentlich hatte ich ja auf eine lange und intensive Niederwildsaison gehofft ... Aber bereits im Mai brachte mir Elli die ersten "Myxomatose-Kaninchen" aus den Brombeerknicks an den Erdbeerfeldern, so dass die Hoffnung auf aufregende Kaninchenjagden Kaninchenjagden schwand. Aber es gibt ja noch anderes Niederwild. Also ging's gleich Anfang Oktober - die Enten mussten durchgemausert sein - an den Teich zum Abendstrich auf die Breitschnäbel. Zugegeben: Ein Jahr ohne Entenjagd zeigten Spuren. Elli saß etwas irritiert neben mir ... schaute mich fragend an und legte sich nach einer Weile hin und döste. Dann strich die Späherente - von Elli unbemerkt - heran. Bumm ... und platsch. Elli schoß hoch. Ihr ging -  wie sagt man - ein ganzer Kronleuchter auf. Entenjagd. Es gibt was zu apportieren. Kurz Richtungsvorgabe. Apport. Und schon war Elli im Wasser und auch bald an der Ente. Danach gab's kein dösen mehr ... Elli saß kerzengerade neben mir und starrte in den Abendhimmel. die nächsten kamen ... Ein kurzes "Bleib" - als Erinnerung - und geduckt. Hoch. Und ... Schuß. Diesmal hatte auch Jagdfreund Peter eine erwischt, so dass Elli nun zweimal "raus" musste.
Eine Viertelstunde später hatten wir 8 Enten. Ein erfolgreicher Anfang der Jagdsaison.

Es folgten auch noch ein paar interessante Abendstriche ... Besonders deshalb, weil Peter seinen neuen Drahthaar bekam und wir nun de Hunde immer abwechselnd arbeiten ließen. Elli zeigte immer eine angepasste Steadiness (natürlich fiept ein Hund, wenn der andere arbeiten darf, leise) und vor allem arbeitete sie jetzt auch immer unangeleint. Toll! Besonders eindrucksvoll war ihre Arbeit, wenn es um nicht sichtig gefallene Enten ging: Während Biene, der Drahthaar, recht weiträumig suchte, arbeitete Elli zielgenau der Richtungsvorgabe  entsprechend. Ein paar sehr schöne Abende waren das!

Ende Oktober hatte ich dann Heinz mit zum Abgucken der Kirrungen genommen. Aus einer Hecke stocherte Elli einen Fasanen hoch, den Heinz beschoss. Im Schuss sah ich den Hahn zeichnen; jedoch fiel er nicht, sondern ging in einen "Segelflug" über und fiel ca. 200m weiter in einem dichten Schilfkomplex ein. Ich pfiff Elli heran und ging mit ihr dorthin. Angekommen, stellte ich fest, dass es dort so dicht war, dass es für mich Schwergewicht kein Durchkommen gab.  Also Elli geschnallt und grobe Richtung gezeigt ... "Such verloren, apport!" Elli kämpfte sich eifrig in das Dickicht und war innerhalb von Sekunden nicht mehr zu sehen. Eine Weile hörte ich sie noch. Dann war Stille. Nach fünf Minuten des Wartens: Geräusche vor mir. Langsamer als vorhin. Schnaufen. UNd dann sehe ich sie: Elli kämpft sich - den Fasan im Fang - durch das Schilf! So ist brav! Tolle Elli!
Leider machte dann die Geflügelpest alle weiteren Pläne für dieses Niederwildjagdjahr zunichte! Schade!!!

Was wäre ich ohne Elli?
Sonntag morgen, 07.30 Uhr. Ich komm runter, begrüße Elli und will Brötchen holen gehen. Halt. Der AB blinkt ... Rehwildunfall, Stück sprang wohl ab ... ausgeflattert. Finden Sie schon ... Nix Brötchen! Vor Ort ist die Stelle schnell gefunden (Danke, Polizei), aber kein Stück Rehwild weit und breit und Elli guckt mich an wie ... WAS SOLL ICH HIER? Also Riemen an, Warnweste an und die Straßengräben längs ... Nix. Weiter. Nach gut 70 m wird aus dem vor sich hin dödelnden Hund urplötzlich ein angespannter Hund. Nase runter. Aha! Elli durch den Graben, über den Knick. Straff im Riemen. Ich hinterher auf einen Rapsschlag. Weiter. Es geht in eine Senke mit etwas höherem Bewuchs ... Und Elli wird immer schneller. Hund also abgelegt. Waffe fertig. Hund geschnallt. Elli stürmt ins hohe Gras. Da liegt es. Verendet. Elli trotzdem an der Kehle. Ein Bockkitz! Braver Hund!!!! Nun aber frühstücken!

 
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